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Gesetzliche Anforderungen von Kindersitzen

Die Rückhalteeinrichtung muss nach der gesetzlichen Regelung so beschaffen sein, dass sie bei Zusammenstößen oder bei starker Verzögerung des Fahrzeuges die Verletzungsgefahr für das Kind verringert.
Bei einer Frontalkollision mit 30 km/h wirken Kräfte auf den Körper, die dem 10-fachen des Körpergewichts entsprechen, bei 50 km/h dem 25-fachen des Körpergewichts. Damit wird deutlich, dass ein Kind auf dem Schoß eines Erwachsenen von diesem nicht festgehalten werden kann; selbst der Aufprall auf die Rückenlehne oder Kopfstütze des Vordersitzes würde schwere Verletzungen verursachen.
Kindersitze müssen amtlich genehmigt und für die Größe und das Gewicht des Kindes geeignet sein.
Die amtliche Genehmigung erfolgt nach der ECE-Regelung Nr. 44 oder Nr. 129 auf Antrag durch den Hersteller.
Die Rückhaltesysteme sind nach ECE-R 44 so zu beschaffen, dass bei einem dynamischen Frontalaufprall von 50 km/h auf eine Barriere und einem Heckaufprall von 30 km/h eine Maximalbeschleunigung von höchstens 60 g bei der Gurtbelastung und < 1000 g bei der Kopfbelastung entsteht.
Die Regelung ECE-R 129 fordert darüber hinaus einen Belastungstest durch Seitenaufprall, bei der die Beschleunigung höchstens 58 g betragen darf.

Orangefarbender Prüfsiegel ECE als Sicherheitsgarant

Der Sitz muss allgemein geprüft und zugelassen sein. "Das ist der Fall, wenn ein orangefarbenes Prüfsiegel vorhanden ist, das entweder den Vermerk ECE R44/03 oder ECE R44/04 und eine Prüfziffer, die mit 03 oder 04 beginnt, trägt oder den Vermerk ECE R129 hat.
Die Abkürzung ECE (Economic Commission for Europe) – auch als E-Kennzeichen, E-Kennzeichnung oder E-Kennung gebräuchlich – findet sich auf genehmigungspflichtigen Bauteilen an Kraftfahrzeugen.
Das Siegel besagt, dass für das damit gekennzeichnete Bauteil die erforderlichen Prüfungen und Genehmigungen durchgeführt wurden.
Alle am ECE-Verfahren teilnehmenden Staaten und deren Behörden erkennen diese Bauartgenehmigung untereinander an.

Systemklassen

Das ältere System ECE R44 stellt allein auf das Gewicht des Kindes ab. Hier gibt es vier Klassen. Sitze der Klasse 0 (bis 13 Kilogramm Körpergewicht) dürfen nur entgegen der Fahrtrichtung verwendet werden. Die Sitze der Klassen I (9 bis 18 Kilogramm), II (15 bis 25 Kilogramm) und III (22 bis 36 Kilogramm) werden in Fahrtrichtung montiert.
Das neuere System ECE R129 bezieht sich dagegen auf die Größe des Kindes, denn es zeigte sich, dass das Gewicht sich nur eingeschränkt als Maßstab eignet. Hier gibt es folgende Klassen:
  • Klasse Q0: für Kinder mit einer Körpergröße bis zu 60 Zentimetern
  • Klasse Q1: Körpergröße zwischen 60 und 75 Zentimetern
  • Klasse Q1.5: Körpergröße zwischen 75 und 87 Zentimetern
  • Klasse Q3: Körpergröße zwischen 87 und 105 Zentimetern
  • Klasse Q6: Körpergröße zwischen 105 und 125 Zentimetern
  • Klasse Q10: für Kinder mit einer Körpergröße von über 125 Zentimetern


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