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Fahrrad-Typen

Je häufiger das Rad im Alltag eingesetzt wird, desto wichtiger ist es, auf hochwertige und haltbare Komponenten zu achten.
Damit – und mit einigen zusätzlichen Features wie einer Vollfederung – steigt natürlich auch der Preis.
Die Zusammenstellung der Komponenten – also die Art der Schaltung, die Wahl eines Nabendynamos oder
der Anbau von Schutzblechen und Gepäckträgern – ist individuell und nicht zuletzt auch Geschmackssache.
Das gilt auch für die Wahl des „richtigen Rades“ aus der Masse der vielen Angebote.
Ein Trekkingrad – in Deutschland das am weitesten verbreitete Fahrradmodell – ist für leichte Alltags-Fitness und Freizeit quasi universell einsetzbar.
Auch schwer bepackt sind diese Räder einerseits wendig genug für den kurvigen Stadtverkehr, laufen andererseits auf längeren Touren ruhig geradeaus.
Wer es auf der Straße noch ein bisschen sportlicher mag, der sollte sich ein leichtes Rennrad zulegen, dass sich durch schmale Hochdruckreifen und einen schmalen Sattel auszeichnet.
Die stark nach vorn geneigte Körperhaltung auf dem Rennrad setzt allerdings eine bereits gut trainierte Rückenmuskulatur voraus.

Sitzpositionen

Trekkingräder, Mountainbikes, Reise- oder Rennräder sind für die geneigte Sitzposition geeignet.
Diese ermöglicht bei ausreichendem Abstand zwischen Sattel und Lenker die natürliche S-Form der Wirbelsäule.
Dadurch werden Hände und Arme entlastet und der Kopf muss nicht in den Nacken gelegt werden.
Die Arme sollten leicht angewinkelt sein,um Fahrbahnstöße abfedern zu können.
Gestreckte Arme leiten die Stöße in die Handgelenke und Schultern – und führen zu Verkrampfungen.
Eine aufrechtere Sitzposition wird am ehesten beim Hollandrad oder bei einer entsprechenden hollandradähnlichen Einstellung realisiert.
Wichtig ist dabei, dass der Lenker (oft beim City-Rad) nicht zu hoch eingestellt ist und sehr nahe am Körper gegriffen werden kann.
Ein zu hoher Lenker (City-Rad) blockiert die natürliche Balance des Oberkörpers und der Wirbelsäule und führt auch bei aufrechter Sitzposition zum Rundrücken.
Die Hollandrad-Position verträgt eine gute Sattelfederung oder eine gefederte Sattelstütze. Wer beim Radfahren Probleme mit den Handgelenken hat, sollte seine Sitzposition kontrollieren, denn Handprobleme sind Rückenprobleme.
Wenn die Rückenmuskulatur den Oberkörper nicht halten kann, geht der Druck auf die Hände.
Übrigens: Die Ellenbogengelenke werden entlastet, wenn die Arme leicht angewinkelt bleiben.

Richtig treten

Zum richtigen Pedalieren gehören zwei Dinge: Zunächst ein möglichst „runder Tritt“, der mit einer gleichmäßigen Auf- und Ab-Bewegung für eine konstante und kontinuierliche Pedalbewegung sorgt.
„Kraftvoll treten – und bei der Aufwärtsbewegung Bein und Fuß aktiv nach oben heben“, empfehlen Experten.
Denn durch unregelmäßige Krafteinwirkung mit immer neuen Beschleunigungsphasen geht Energie verloren.
Im Klartext: Die Pedale dürfen nicht nur senkrecht niedergedrückt werden, sondern sollten auf der anderen Seite aktiv heraufgezogen werden, um einen regelrechten Kurbeleffekt zu erzielen.
Die gleichmäßige Belastung über die gesamte Kreisbahn bringt die effizienteste Kraftumwandlung – und sieht dazu noch sehr viel ästhetischer aus.
Trainieren lässt sich der Runde Tritt etwa durch längeres Fahren im starren Gang oder durch die Benutzung von Pedalhaken oder System-Pedalen.

Weiteres Merkmal: Die Trittfrequenz.

Ideal sind hier 80 bis 100 Pedal-Umdrehungen pro Minute – unabhängig von der Geschwindigkeit.
Das Gestrampel lohnt sich, denn langsam kreisende, schwer arbeitende Beine können Muskeln und Gelenke extrem belasten.
Die höhere Trittfrequenz hingegen – oft von Frauen bevorzugt – schützt vor Überbelastung von Gelenken,
Sehnen und Muskulatur.Experten empfehlen eine „kraftbetonte Fahrweise“ vor allem, um Belastungs-Situationen,
wie Steigungen oder Gegenwind, leichter zu bewältigen.
Mit kleinen, elektronischen Trittzählern lässt sich die richtige Frequenz leicht ermitteln.

Sitzhaltung

Um sich beim längeren Fahren rundum wohl zu fühlen, sollte der Fahrradrahmen zum Körperbau des Nutzers passen.
Eine falsche Rahmengeometrie kann auf Dauer zu Problemen führen.
Fachleute empfehlen eine leicht nach vorn geneigte Sitzposition als optimale Haltung.
Hier genügen bereits 15 bis 20 Grad Oberkörperneigung, um die Spannkraft im Rücken zu erhalten und den Schwerpunkt des Fahrers über die Pedalposition zu bringen.
Je stärker der Rücken geneigt wird, desto mehr Kraft kann auf die Pedale gebracht werden – und durch die Neigung gerät die Muskulatur in „Vorspannung“ und kann so Erschütterungen besser abfedern.
Aber: Die Wirbelsäule kann die Haltearbeit beim Radfahren nur dann leisten, wenn sie ihre natürliche S-Form behalten darf. Der Rennradfahrer, der seinen Körper entsprechend trainiert, ist der einzige, der sich einen Buckel erlauben darf.

Rahmengeometrie

Die Rahmenhöhe (Mitte Tretlager-Oberkante Sattelrohr) ist nur für die Einstellung der Sitzhöhe wichtig.
Viel wichtiger ist die daraus resultierende Rahmenlänge (Abstand Sattel-Griffposition).
Ein zu kurzer Rahmen zwingt zu einem runden Rücken, gestreckten Armen und dazu, den Kopf in den Nacken zu legen. Letzterer jedoch sollte möglichst nicht überstreckt werden, sondern in der Verlängerung zur Halswirbelsäule gehalten werden.
Die richtige Rahmenlänge ermöglicht bei geneigter Sitzposition die Streckung des Rückens in seiner natürlichen S-Form.
Nur so kann die Rückenmuskulatur den Oberkörper halten und den Druck auf die Hände und Arme verringern.
Das Einstellen der korrekten Sitzhöhe ist Voraussetzung für ermüdungsfreies Fahren.
Eine zu niedrige Satteleinstellung ist Kraft raubend und führt unweigerlich zu Knieproblemen.
Die Sattelhöhe ist annähernd korrekt, wenn man bei gestrecktem Bein mit der Ferse das unten stehende Pedal erreicht.
Diese Einstellung sollte individuell nur nach oben korrigiert werden.
Je nach Tretlagerhöhe und Rahmengeometrie wird man bei korrekter Sattelhöhe, wenn überhaupt, nur mit den Fußspitzen den Boden erreichen.

Lenker

Sitzposition und Lenkerform sollten aufeinander abgestimmt sein.
Je flacher und gestreckter die Sitzhaltung, desto gerader darf der Lenker sein.
Zu beachten ist allerdings, dass beim Lenkergriff die Handgelenke nicht abknicken
und so möglicherweise falsch belastet werden.
Für Langstrecken sind daher Rennlenker, Zeitfahrbügel und Hörnchen die bequemste Lösung.
Die Lenkerbreite sollte der Schulterbreite entsprechen. Zu breite Lenker sind im Alltag oft sperrig und unbequem.
Zu hoch eingestellte Lenker blockieren die Balance des Rückens und das Fahrrad lässt sich nur mit erhobenen Armen schieben.
Die aufrechte Sitzposition erfordert einen tiefen Lenker, der nahe am Körper ist.
 

Sattel

Die Form des Sattels richtet sich nach der individuellen Sitzposition: Bei sportlicher, geneigter Sitzhaltung
sollte der Sattel schmaler und länger sein als bei aufrechter Haltung.
Bei geneigter Sitzposition kann auf eine Sattelfederung verzichtet werden.
Der Fahrradsattel sollte normalerweise waagerecht montiert sein, wobei leichte Veränderungen im Winkel individuell sehr sinnvoll sein können.
Gel-Polster-Sättel dürfen nicht zu weich sein.
Eine feste Gel-Decke passt sich den Sitzbein-Knochen an und erzeugt so eine größere Auflagefläche, was den Druck vermindert.
Ein gut passender Ledersattel erfüllt den gleichen Zweck.
Quelle: http://www.adfc.de


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